<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911</id><updated>2011-12-27T21:05:08.718+01:00</updated><title type='text'>Rebekka in Gabun</title><subtitle type='html'>Als Studentin der Universität Bern erhielt ich die Möglichkeit ein 3-monatiges Praktikum auf der Inneren Medizin im Albert-Schweitzer-Spital, Lambarene, Gabun zu absolvieren. Der Blog enthält meine Erfahrungen und die latest news.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>22</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-6628959534971938938</id><published>2007-08-23T17:13:00.000+01:00</published><updated>2007-08-23T18:18:01.692+01:00</updated><title type='text'>Ein halbes Jahr später</title><content type='html'>Gerade habe ich im Blog von Freunden herumgestöbert, die in den letzten Monaten in Nairobi Kenia lebten - und kam damit auf die Idee, einen Eintrag darüber zu machen, wie ich mich in der Schweiz wieder eingelebt habe, wie ich jetzt zurückschaue und was von diesem Gabunaufenthalt noch weiterlebt.&lt;br /&gt;Wenige Tage nach meiner Rückkehr begann ich bereits mein folgendes Praktikum auf dem medizinischen Notfall des Inselspitals in Bern. Die Heimreise gestaltete sich nach einigen Wirren schliesslich erstaunlich reibungslos; am Abend zuvor merkte ich, dass ich das Rückflugticket nicht mehr hatte - war es wie auch anderes schon aus meinem Zimmer gestohlen worden? Trotz langen Durchsuchungsaktionen inklusive dem ganzen Abfall kam es nicht mehr zu Tage. So fuhr ich halt in Begleitung von Owen mit einem Fahrer des Spitals ohne Ticket ab. Owen schuldete mir nach wie vor Geld, welches er wie auch bereits in Port Gentil von seinen Verwandten in Librevill einzutreiben gedachte, die ihn ihrerseits noch Geld schuldeten. In Port Gentil waren damals alle Schuldner gerade abwesen oder per Telefon "einfach nicht zu erreichen". Diesmal sassen wir selbst fest. Der Fahrer hatte uns beim Hotel Tropicana abgesetzt, wo Lea und Theo schon zwei Tage früher eingetroffen waren. Ich sass absolut auf dem Trockenen, hatte gerade noch knapp 500 CFA auf meiner Telefonkarte (ca. 1,25 Fr.), was für etwa einen halben Anfruf reichen würde, hatte nicht mal mehr Geld für ein Taxi und Lea und Theo waren auch nicht da. Das war so absurd, dass Owen und ich nur noch lachen konnten. Wir gingen schliesslich ohne viel Hoffnung zu Fuss richtung Flughafen, um einen funktionierenden Geldautomaten zu finden - aber der am Flughafen war ausser Betrieb. In der Nähe fanden wir einen Weiteren und - oh Wunder - er spuckte Geld aus und befreite uns zum zweiten Mal aus einer etwas misslichen Lage. Lea hatte es dann noch irgendwie geschafft ohne Beleg mein e-ticket in ein Ticket umzuwandeln, womit die Probleme gelöst waren und sogar noch eine kurze Tour auf einen Markt drinlag, wo ich mir noch ein paar rocaillesbesetzte Riemchen-Ballerinas erstehen konnte, es aber leider für den Stoff, den ich noch kaufen wollte nicht mehr reichte.&lt;br /&gt;Nun, zurück zum Praktikum an der Insel. Ich, die ich mich früher immer eingesetzt habe, wenn Kollegen über Patienten herzogen, die wegen irgendwelchen kleinen Bobos auf dem Notfall erschienen, musste mich auch erst wieder an Schweizer Masstäbe gewöhnen. Gewöhnungsbedürftig war für mich wirklich, dass Leute wegen einem seit 2 Tagen andauernden Schnupfen mit allenfalls etwas Fieber auf dem Universitätsnotfall erscheinen - wo sie dann 6 Stunden warten, breitestens abgeklärt werden, und schliesslich mit einem Rezept für Dafalgan wieder entlassen werden, das sie sich für 3,50 Fr. auch selbst in der Apotheke hätten kaufen können. Die Kosten für das Notfall-Intermezzo werden sich wohl gegen die 500 Fr. belaufen; ein teures Dafalgan... Es hatte aber auch Gutes. Aufgrund der vorhandenen Ausgangslage (Zeit, Strukturen) kann man sich hier viel besser mit psychischen Problematiken auseinandersetzen, die in Afrika angesichts der (scheinbar?) prominenteren physischen Erkrankungen weitgehend ausser Acht gelassen werden - wenn man das in der Schweiz als Arzt denn auch will. So hatte ich mir mit einem Oberarzt Ärger eingehandelt, als ich mich für eine Patientin einsetzte, die unter einer deutlichen akuten und sich zuspitzenden psychosozialen Belastungssituation litt und gerne einige Tage ins Kriseninterventionszentrum der Insel aufgenommen worden wäre. Der Oberarzt wollte sie wieder nach Hause schicken, obwohl sie bereits das dritte Mal innert den letzten 5 Tagen hyperventilierend auf dem Notfall erschien.&lt;br /&gt;Rückblickend hatte mich auch gerade die limitierte Diagnostik und die begrenzten finanziellen Mittel der afrikanischen Patienten viel gelernt; ich musste mir genau überlegen, weshalb ich eine bestimmte Untersuchung brauchte und was für eine Konsequenz sie haben würde, auch oft mich für die Wichtigere von zwei Wichtigen Untersuchungen entscheiden musste, da das Geld einfach nicht gereicht hat. Ich habe erst die wirklich relevanten Laborparameter herauszupicken gelernt und diese zu beurteilen gelernt. In der Schweiz war ich zuvor meist mit der Fülle der abgeklärten Laborparametern überfordert. Meistens konnte mir auch Asssistenzärzte nicht erklären, wozu nun die abgeklärten Parameter im "Eintrittslabor" nun wirklich dienen; "wir machen das hier halt so", "ja, dieser Wert ist ausserhalb der Norm, das ist aber nicht relevant"...??!&lt;br /&gt;Die Praktika nach Afrika gaben mir auch Struktur, so dass ich automatisch wieder ins Schweizer Schritttempo und die Schweizer Mentalität eingeführt wurde. Nach dem Notfall-Prakti folgte ein Anästhesiologie-Praktikum und darauf ein ganz kurzfristig organisiertes Praktikum in einer Walk-in-Notfall-Klinik. Mit allen Praktika hatte ich sehr Glück; ich konnte sehr selbstständig arbeiten, wurde auch geteacht und hatte tolle Teams um mich herum.&lt;br /&gt;Anfangs Mai begannen dann die Vorlesungen des Schlusskurses und ich entschied mich nun definitiv, danach noch ein weiteres Wahlstudienjahr anzuhängen, bevor ich im nächsten Sommer an die Schlussprüfungen gehen würde. Nachdem es mir Ende letzten Jahres ja wirklich nicht sehr gut ging, wollte oder musste ich einen Gang tiefer schalten. Ich bin aber auch gar nicht so traurig darüber; ich hatte mir ja bereits früher lange überlegt, ein zweites Wahlstudienjahr zu machen und es gibt noch so Vieles das ich noch sehen möchte, dass dieses Zusatzjahr sogar schon wieder viel zu kurz ist.&lt;br /&gt;Ich habe nach wie vor noch Kontakt zu einigen wenigen gabonesischen Freunden, z.T. über Telefon, manchmal per e-mail. Die Telefonverbindungen lassen sich meist erst nach etlichen Versuchen aufbauen und sind meist so schlecht, dass man sich kaum versteht - da ich mich ja dann noch auf Französisch verständige, macht die Sache auch nicht leichter. Der e-mail-Kontakt war eingie Wochen nicht möglich, da in Lambaréné sämtliche Internet-Verbindungen nicht mehr funktionierten. Leider kommen aber auch bei funktionierenden Leitungen nur sehr wenig Mails - sie scheinen eher schreibfaul zu sein. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass es nicht unbedingt motivierend ist, zuerst in die Stadt zu einem Internetcafé zu reisen, um überhaupt e-mails schicken zu können.&lt;br /&gt;Für Guillaume hätte ich im März diesen Jahres gerne einen Ausstellungsplatz an der Jugend-Art in Olten organisiert, um ihm eine Plattform für seine Bilder zu bieten. Mein Bruder hatte dies bereits sehr erfolgreich für einen befreundeten jungen costaricanischen Künstler geschafft, der innert weniger Stunden alle seine Bilder verkaufen konnte und sich damit ein Flugticket in die Schweiz leisten konnte um hier während dreier Monate zu malen und Netzwerke zu knüpfen. Nach einer zweiten erfolgreichen Ausstellung an der Jugend-Art ein Jahr später erhielt er gar eine Art Stipendium und reiste ein zweites Mal in die Schweiz. Nun, leider war ich bereits zu spät und alle Ausstellungsplätze waren bereits vergeben.&lt;br /&gt;Während meiner Zeit in Gabun hatte ich viele Diskussionen mit Owen über Ausbildung und die damit verbundene Unabhängigkeit, die er als "Mitarbeiter" im Bootsunternehme seines Onkels misste. Bei diesem wohnte er damals, erhielt nur sehr unregelmässig und nach Gutdünken seines Onkels Lohn und es kam auch vor, dass sich sein Onkel mit dem Geld, das Owen ihm für einen Einkauf mitgab, für sich Dinge einkaufte und Owen das Geld nicht wieder sah. Es war eine für Afrika so typische Abghängigkeit... in der sich Owen nicht besonders wohl fühlte, aber es auch nicht danach aussah, dass sich in naher Zukunft etwas daran ändern würde. Owen hatte wie so viele andere Jugendliche die Schule abgebrochen und schien danach igendeinen missglückten Versuch hinter sich zu haben, mit Freunden eine Bar zu eröffnen, über was er nie wirklich sprechen wollte. Ich motivierte ihn, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, eine Ausbildung zu machen die ihn interessierte, versuchen seien Träume, von denen er massenhaft hatte, auch in die Tat umzusetzen. Es freute mich, dass er mancmal ganz enthusiastisch wurde und Pläne zu schmeiden begann, wieder in die Schule zu gehen und noch das Bac nachzuholen. Als einer der Wenigen hatte er eine Familie im Rücken, die ihm die Schule finanzieren kann und auch würde, diese Chance sollte er nutzen. Um so mehr erschrak ich, als ich kurz nach meiner Rückkehr hörte, dass er zur gleichen Zeit bei seinem Onkel ausgezogen war, sich ein appartement gemietet hatte und sich an einer Abendschule angemeldet hatte. Am morgen ging er irgendwo arbeiten. So hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt, ich hätte ihm geraten schrittweise zuerst die Schule zu beenden, vielleicht dann bei seinem Onkel auszuziehen - und wenn das alles wirklich geklappt hätte, den Schritt nach Ghana zu wagen, um die Informatiker-Schule zu machen, von der er träumte. Ich erschrak und hatte das Gefühl verantwortlich zu sein, dass ich ihn in etwas hineingezogen hatte, mit dem er sich völlig überforderte und das ihn in ernsthafte Lebensschwierigkeiten bringen könnte.&lt;br /&gt;In der Folge kamen immer wieder kurze Telefonanrufe von ihm irgendwo aus dem Urwald, wo er mit dem Tropenholz-Schlag Geld verdiente. Ob er wirklich zu dieser Abendschule geht, wenn er so oft weg von zu Hause ist - ich hab seine Erklärungen bis jetzt nicht ganz verstanden.&lt;br /&gt;Mit Bekannten, die von der Schweiz aus nach Lambaréné reiste, schickte ich jeweils Fotos und kleine Geschenke an diverse Leute mit. Eine solhe Sendung löste offenbar wahre Streitereien unter meinen Freunden aus; sie glaubten, nicht alles erhalten zu haben, was ich geschickt habe und der andere hätte sich seinen Teil davon abgezweigt; wie ich dann langsam herausbekommen habe, ging es dann aber vor allem um eine Zahnpasta, die ich bei meiner Abreise zurückgelassen habe und um die sich der eine vom andern betrogen fühlte. Diese für die Leute dort auch so typische Eifersucht und das Misstrauen, das man sonst nur ansatzweise mitbekommt, trat hier voll zu Tage. Wieder: ich kann allen, die solche Dynamiken ein bisschen verstehen wollen nur das Buch des Schweizer Ethnologen "Die Ökonomie der Hexerei oder warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt" empfehlen.&lt;br /&gt;Im Juli hörte ich dann, dass Lynn, Owens Schwester ihr Bac bestanden hätte. Sie, die mit ihren 20 Jahren bereits 2 Kinder hat - das finde ich wirklich eine tolle Leistung. Die auch belohnt werden soll; ich möchte ihr gerne eine schweizer Swatch-Uhr zum Abschluss schenken - mit der Hoffnung, dass sie vielleicht auch die Jüngeren der Familie etwas anspornt, die Schule abzuschliessen.&lt;br /&gt;Auch aus Afrika kamen mit diversen Rückkehrern immer wieder Steinfiguren und afrikanische Kleider zu mir in die Schweiz, über die ich mich jedes Mal sehr freue. Mittlerweile habe ich eine halbe afrikanische Garderobe zusammen. Ich trage sie zwar hier kaum, dafür bräuchte es auch eine ganze Portion Mut, aber nur sie hin und wieder anzuschauen oder zu Hause zu tragen weckt jedesmal gute Erinnerungen bei mir wach - zusammen mit den vielen vergrösserten Fotos aus Gabun, die ich mir in meiner Wohnung aufgehängt habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-6628959534971938938?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/6628959534971938938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=6628959534971938938' title='108 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6628959534971938938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6628959534971938938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/08/ein-halbes-jahr-spter.html' title='Ein halbes Jahr später'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>108</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-9118862642828572312</id><published>2007-02-02T09:19:00.001+01:00</published><updated>2007-02-20T21:12:08.281+01:00</updated><title type='text'>Fete in der Bouka</title><content type='html'>Nach unseren drei in der Bouka verbrachten Monaten wollten wir die bereits von Anne-Laure vorgeschlagene Fête in der Bouka zu unserem Abschied doch noch in die Tat umsetzen. Da Lea und ich beide CFA-mässig langsam ziemlich auf dem Trockenen sassen, mussten wir uns nach einer eher günstigen Möglichkeit umsehen. Wir kauften Ananas, ein régime de bananes, Getränke, Schokolade, Reis und Gemüse, sowie Yoghourt, Milch, Mehl und Hefe (was wahrscheinlich Backpulver war). Daraus zauberten wir immerhin in Schoggi getränkte Bananen- und Ananas-Stücke, einen Königskuchen, Zopf, Bananencreme, Reissalat sowie eine Guacamole. Der Besucheraufmarsch war zwar nicht riesig und Lea verbrachte den halben Abend im Bett, nachdem sich den Kopf an einem der Doppelbetten angeschlagen hatte und sich bewusstlos auf dem Boden wiederfand, wahrscheinlich mit einer leichten Gehirnerschütterung  - Tropenholz ist hart. Dafür trieben unsere gabonesischen Freunde irgendwo ein Tamtam auf und sangen und trommelten mit und für uns. Alles in allem ein gelungener Abend, den ich allerdings im Vorfeld auch noch kompliziert hatte. Wie immer wenn man an Zeit eher knapp ist, hatte ich am Nachmittag eher viel Arbeit in der Poliklinik und im Spital und war danach von der befreundeten Major der Kopp zum Schneider eingeladen worden, weil sie mir noch ein afrikanisches Tenue schenken wollte. Wie halt richtig gabonesisch, trafen wir dann zuerst mal deren Kolleginnen, mit denen wir noch ein Bier tranken und nach dem Besuch beim Schneider fuhren sie mich mit dem Taxi direkt noch in eine Bar, wo es nochmals was zu trinken gab und ich auch noch mit Palmwein abgefüllt wurde. Da sie durchaus wusste, dass ich noch einiges vorzubereiten hatte, verabschiedeten wir uns dann doch "vorzeitig" von den anderen. Leider kam ausgerechnet dann natürlich kein Taxi mehr und wir gingen die Strecke zum nächsten Carrefour zu Fuss, um dort endlich ein Taxi zu finden, das uns zum Schweitzer-Spital fuhr. Lea war verständlicherweise schon ziemlich genervt, weil ich so lange wegblieb und nur noch etwa eine halbe Stunde übrigblieb, um alles vorzubereiten, bevor die Gäste einzutreffen begannen. Mit etwas Improvisation und dem Vertrauen, dass in Gabun sowieso alle zu spät erscheinen, hats dann doch ganz gut hingehauen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-9118862642828572312?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/9118862642828572312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=9118862642828572312' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/9118862642828572312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/9118862642828572312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/02/fete-in-der-bouka_02.html' title='Fete in der Bouka'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-8278031261649378003</id><published>2007-02-02T08:39:00.000+01:00</published><updated>2007-02-20T21:19:15.927+01:00</updated><title type='text'>Zwei Tage mit der PMI unterwegs</title><content type='html'>Über ganz Gabun versuchen die verschiedenen Spitäler möglichst flächendeckend die Betreuug von Kleinkindern, Müttern und Schwangeren zu gewährleisten. Das heisst, von einem Spital aus fährt jeweils eine Mission im Turnus zu den ihm zugeteilten Dispensaires. Ein  Dispensaire kann von einem blechumzäunten Gartenhäuschen bis zum Steinhaus alles umfassen. Im 4x4 werden jeweils die wichtigsten Medikamente mitgenommen, Impfstoffe sowie das wichtigste Untersuchungsmaterial.&lt;br /&gt;Jeweils Mittwochs und Donnerstags fährt die PMI des Schweitzer-Spitals aus, an den anderen Tagen arbeitet die PMI am Spital selbst. Normalerweise geht jeweils der/die StudentIn der Pädiatrie mit, seitdem dieser Platz nach Anne-Laures Abreise Ende Dezember freigeworden ist, teilen uns nun Lea und ich die Ausfahrten mit der PMI.&lt;br /&gt;Ich fuhr am Mittwoch Ebel-Abanga und am Donnerstag Bifoun an, beides Ortschaften an der Strasse Richtung Libreville, ca. 1 1/2 Stunden Autofahrt von Lambarene entfernt.&lt;br /&gt;Wie immer kommen wir um ca. 10 Uhr morgens am Dispensaire an, wo meist schon zahlreiche Frauen mit ihren Babys warten. Wenn man Glück hat, helfen sie einem sogar, die ganze Wagenladung an Material in den Dispensaire zu tragen. Danach werden sämtliche Babys und Kleinkinder gewogen, das Gewicht mit Alter in das PMI-Büchlein eingetragen, nach den Ernährungsgewohnheiten gefragt, das Gewicht in die Wachstumskurven eingetragen. So ein beschriebenes Follow-up-Büchlein kostet 1000 CFA, also ca. 2,50 sFr., danach bezahlen die Frauen für das regelmässige Wägen nichts mehr. Zum Wägen werden die Babys ausgezogen, in Stoff-Culottes mit einem Aufhängeriemen gesteckt und an die Waage gehängt, welche ihrerseits entweder an einem Haken oder draussen an einem Baum aufgehägt wird. Die grösseren Kinder werden auf eine Stehwaage gestellt. Diejenigen Kinder, deren Gewicht aus der Wachstumskurve herausgefallen ist, werden heraugepickt, um mit den meist sehr jungen Müttern die Kindsernährung zu besprechen und Tips und Tricks zu vermitteln. Nicht selten hören junge Mütter mit dem Stillen auf, weil sie halt noch zur Schule gehen oder dann en brousse arbeiten gehen und füttern die Babys nur noch 3 mal pro Tag. Die Schoppen werden nicht richtig gereinigt, bei der Hitze natürlich ein Paradies für Keime oder das Kind hat seit Wochen Durchfall.&lt;br /&gt;Anschliessend werden die Mütter aufgerufen, die eine Konsultation für ein krankes Kind wünschen - meistens Fieber, Schnupfen, Husten, Durchfall, also nicht so viel anders als in der Schweiz. Nur, dass bei jedem Fieber ohne auffindbaren Infektfokus für einige Tage Quinine und Fansidar verschrieben wird, Malaria ist ja allgegenwärtig. Und obwohl empfohlen, schlafen längst nicht alle Babys und Schwangeren unter einem Moskitonetz.&lt;br /&gt;Zuletzt werden, falls vorhanden, schwangere Frauen aufgerufen. Nicht selten gelingt es der PMI so an Frauen zu gelangen, die nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen ins Spital gehen. In Bifoun wurde uns eine Frau durch eine Nachbarin vorgestellt, die mit ihren 26 Jahren offenbar ca. das 10mal schwanger war, laut ihren Angaben ca. im 5. Monat. Sie erschien leicht debil, lächelte dauernd und schien die meisten unserer Fragen nicht richtig zu verstehen. Mit Hilfe der Übersetzung durch die Nachbarin eruierten wir unter den Schwangerschaften offenbar zwei Aborte und zwei Kindstode (laut Mutter wurden sie gefressen), die Frau lebte offenbar in der Nähe mit einem älteren Mann zusammen. Für die Schwangerschaftsuntersuchungen wird ein Plastiktischtuch auf den Steinboden gelegt, auf das sich die Schwangere hinlegt. Der Fundusstand wird getastet, um zusammen mit dem "date des dernières règles" daraus die ungefähre Schwangerschaftswoche zu bestimmen. Mit einem Hörrohr werden die Herztöne des Kindes zu hören versucht, ergänzt durch eine digital-vaginale Untersuchung. Ausfluss deutet auf einen vaginalen Infekt hin, ca. in der 26. SSW und kurz vor der Geburt gibts eine vorsorgliche Dosis Fansidar gegen den Palu. Im Falle der oben beschriebenen Frau konnten wir überhaupt keinen Fundusstand tasten und die Frau wurde zu einer Konsultation ins Spital bestellt, um erst mal einen Schwangerschaftstest zu machen. Während dem die Konsultationen laufen, impfen die Krankenschwestern die Kinder. Leider sind, als ich mitfuhr, gerade wieder mal einige Impfstoffe ausgegangen, so das die Mütter angewiesen werden mussten, den Impfstoff selbst in einer Pharmacie kaufen zu gehen, in Eis gekühlt zum Spital zu bringen, um ihn dort an das Kind zu verimpfen.&lt;br /&gt;Zuletzt, meist um 2-3 Uhr nachmittags, nach getaner Arbeit, gibts noch ein mitgebrachtes afrikanisches Mittagessen. Salat mit Baguettes, Maniokblätter-"Spinat" mit getrocknetem Fisch, Kochbananen oder Reis beispielsweise. Auf der Rückreise deckt sich die ganze Crew dann meist noch mit den der Strasse entlang auf Blechtonnen angebotenen Bananen-Regimes, Ananas, Erdnüssen, etc. ein, weil sie hier günstiger als in Lambarene selbst sind. Abends sinkt man dann todmüde ins Bett und hofft, dass die ganzen stampelnden, krähenden, in die Culottes pissenden Babys einem nicht auch noch im Schlaf verfolgen. Alles in allem aber eine ganz tolle Erfahrung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-8278031261649378003?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/8278031261649378003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=8278031261649378003' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8278031261649378003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8278031261649378003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/02/zwei-tage-mit-der-pmi-unterwegs.html' title='Zwei Tage mit der PMI unterwegs'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-5779107332788445435</id><published>2007-01-19T15:41:00.001+01:00</published><updated>2007-02-27T18:26:29.793+01:00</updated><title type='text'>Medikamente des deutschen Militärs in der Pharmacie</title><content type='html'>Wie in einem früheren Blog bereits berichtet, erhielt das Schweitzer-Spital Mitte Dezember drei Ladungen Medikamente vom Deutschen Militär, als dieses sich nach den Wahlen aus dem Kongo zurückzog. Die ganze Ladung wieder nach Deutschland zurückzuführen war offenbar mühsamer als sie einem Spital zukommen zu lassen. Und da halt alle Beipackzettel in Deutsch verfasst sind, bot sich das Schweitzer-Spital an.&lt;br /&gt;Insgesamt einige Tonnen schwer, wurde die ganze Fracht zunächst einmal in den Nebenräumen der Pharmazie verstaut und seither häufchenweise am Boden vor den Medikamentengestellen verteilt (natürlich jeweils am falschen Ort). Gelegentlich traf man so recht interessante und wichtige Medikamente an. Weil es der Apothekerin (die eigentlich Krankenschwester ist) mindestens so an Deutschkenntnissen wie auch an Elan zum Medikamente-Organisieren fehlt (mittels Wirkstoffnamen könnte ja auch sie nachschlagen was wohin gehört), lagen die Medikamente halt auch nach einem Monat noch völlig chaotisch am Boden rum. Mittlerweile kamen neue Patienten mit Candidosen, Toxoplasmose, etc. in die Kopp, für die nicht selten die entsprechenden Medikamente fehlten. So machte ich mich halt an die Arbeit und begann selbst die ganzen Schachteln umzubeigen, zu ordnen, zu beschriften. Dem/der einen oder anderen Kranken könnte ja durch ein ausgegrabenes Medikament vielleicht geholfen werden.&lt;br /&gt;Nach vielen vielen in der Pharmazie zurückgelegten Kilometern und wahrscheinlich hunderten herumgeschleppten Medikamenten-Kilos ist das gröbste nun mal nach Fachgebieten sortiert. In den nächsten Tagen werde ich die Medikamente noch nach Wirkungsbereichen klassieren und beschriften. Für die Übersetzung danach hat sich Eric, der andere Schweizer angeboten. Am Anfang machte die Organisiererei auch recht Spass, doch mittlerweile stehts auch mir bis zum Hals. Aber wenigstens gibt es nun etwas Ordnung.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707890/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/133/404707890_dc7e7f6ac5_m.jpg" width="240" height="180" alt="Die Pharmacie mit den den neuen Medikamenten" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-5779107332788445435?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/5779107332788445435/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=5779107332788445435' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5779107332788445435'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5779107332788445435'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/01/medikamente-des-deutschen-militrs_19.html' title='Medikamente des deutschen Militärs in der Pharmacie'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm1.static.flickr.com/133/404707890_dc7e7f6ac5_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-2157815237098355752</id><published>2007-01-12T18:26:00.000+01:00</published><updated>2007-01-19T15:40:27.862+01:00</updated><title type='text'>C'est le Gabon...</title><content type='html'>...wenn jeweils der Kofferraum-Deckel des Taxis auf- und zuknallt wenn man über die Schwelle auf eine Brücke fährt (da Kofferraum-Deckel defekt)&lt;br /&gt;... ein Taxi ohne Spinnweben-Frontscheibe (zerschlagen) ist mindestens so selten wie die Putzfrau unserer Bouka am Montag zum Putzen des Bads erscheint&lt;br /&gt;... wenn ein Auto aus mindestens 5 verschiedenen anderen Autos besteht: hier wird alles auseinandergenommen und wieder zusammengebaut (Läden: "vente des pieces détachées"&lt;br /&gt;... wenn man nach Wochen mal merkt, dass aus dem Dispenser für die chirurgische Händedesinfektion gewöhnliches Geschirr-Abwaschmittel rauskommt&lt;br /&gt;...wenn es nach Kotze stinkt, es durchaus auch sein kann, dass jemand Maniok zubereitet&lt;br /&gt;... wenn es an einem Abend in der Bouka nach totem Tier stinkt (weil die Katze eine mit Rattengift vergiftete Ratte aus dem Réfectoire gefressen hat) und an nächstem Abend noch penetranter nach Benzin (weil sie dies über den Ort geschüttet haben, wo die tote Katze lag, um weitere durch den Gestank angelockte Tiere fernzuhalten)&lt;br /&gt;... wenn Patientinnen, die mit schwindelerregenden Blutdruckwerten in der Konsultation erklären, sie hätten ihre Blutdruckmedis deshalb abgesetzt, weil sie jeden Morgen in die Kirche gingen, um für die Senkung des Blutdrucks zu bitten&lt;br /&gt;... wenn man anstatt Wechselgeld durchaus auch Maggi-Würfel erhalten kann&lt;br /&gt;... wenn du entweder ständig deine Patienten in der Stadt antriffst oder dich dort langsam alle kennen, wissen wann du wieder in die Schweiz zurückkehrst oder welche Schuhgrösse du das letzte mal getragen hast, als Du den Laden betreten hast, oder dich eine Frau (ehemalige Patientin?) beim Einkaufen vor der Kühlbox anhaut, ob sie ihrem Baby schon Joghourt füttern darf&lt;br /&gt;... wenn oft im Spital gar nichts läuft, wenn man's nicht entweder selber macht oder alle wie Kinder jeden Tag an ihre immer gleichen Pflichten erinnert&lt;br /&gt;... wenn ständig noch irgendwelche soeurs und frères in deine Konsultationen eingeschleust werden, gelegentlich möglichst noch so, dass sie die Konsultation nicht bezahlen müssen&lt;br /&gt;... wenn du ständig von Patienten um deine Telefonnummer gebeten wirst (vorzugsweise von denen, die demonstrativ in Uniform erscheinen)&lt;br /&gt;... wenn die Patienten öfters mal einfach aus dem Spital abhauen, um den Aufenthalt nicht bezahlen zu müssen - und wenn sie das nächste mal wegen Krankheit erscheinen ihre Patientenkarte "verloren" haben bzw. noch "nie da waren" - weil man sonst ja merken würde, dass sie noch Geld schulden. Damit aber auch die ganze Krankengeschichte irgendwo im Archiv bleibt und man sämtliche schon mal gemachten Tests wiederholen muss - die höchstwahrscheinlich dann ja auch wieder nicht bezahlt werden (leider nicht ganz selten von Patienten, die eigentlich bezahlen könnten)&lt;br /&gt;... wenn alle immer Kleingeld wollen (bes. die Taxifahrer), es einem aber ständig an Kleingeld mangelt&lt;br /&gt;... wenn in das Passagierschiff Lambarene-Port Gentil mindestens doppelt so viele Passagiere verfrachtet werden, wie eigentlich für das Schiff vorgesehen - die Leute fast aufeinandergestapelt werden, weil man einfach von oben in den Bauch des Schiffs hineinlädt&lt;br /&gt;... wenn es von Kindern überall nur so wimmelt&lt;br /&gt;... da Verhütung ziemlich ein Fremdwort ist&lt;br /&gt;... wenn viele junge Frauen mit allem möglichem abzutreiben versuchen: irgendwelche Kräuter, Javelwasser, ... - und Lea in der Chirurgie dann die Reste zu beseitigen muss&lt;br /&gt;... und vor einigen Jahren Verhütung gar nicht zugelassen war, die Regierung Kinderreichtum propagierte, obwohl es an jeder Ecke an Infrastruktur für solchen Kinderreichtum mangelt&lt;br /&gt;... wenn sich alles mögliche frère und soeur nennt. Wenn es tatsächlich mal "wirkliche" Geschwister sind, wird das auch explizit gesagt: "nous sommes frères - même mère, même père" - was aber ja eher eine Seltenheit ist&lt;br /&gt;... wenn man mit 38 Jahren durchaus Grossmutter sein kann&lt;br /&gt;... und als Mann auch 26 Kinder haben kann&lt;br /&gt;... wenn immer alle zu einem Schwatz bereit sind und ein offenes Haus haben&lt;br /&gt;... wenn Schulkinder Uniformen tragen: Farben je nach Schule&lt;br /&gt;... wenn alle paar Tage die Frisur gewechselt wird&lt;br /&gt;... wenn die Butter entweder steinhart oder fast zerflossen ist, sicher jedoch nichts dazwischen&lt;br /&gt;... wenn dir die Klimaanlage des Konsultationszimmers immer alle Auskultationsbefunde übertönt&lt;br /&gt;.. wenn Dir auf "bonjour" jemand "oui" zur Antwort gibt&lt;br /&gt;... wenn man im Fluss nicht baden gehen soll, weil einem sonst die Krokis in den A... beissen&lt;br /&gt;... wenn man nebst Studentin bald auch zur Sekretärin, Apothekerin,... wird&lt;br /&gt;... das Trinkwasser öfters mal die Farbe und den Geschmack ändert&lt;br /&gt;... wenn man im Restaurant Djino bestellen kann&lt;br /&gt;... wenn à tout à l'heure bis in 2 minuten 2 Stunden, allenfalls sogar bis in 2 Tagen heissen kann&lt;br /&gt;... wenn es statt gebrannten Mandeln gebrannte Erdnüsse zu kaufen gibt&lt;br /&gt;... der Schneider einem von selbst anbietet, auf Stoffkauftour mitzukommen, damit ich nicht übers Ohr gehauen werde&lt;br /&gt;... senn man in einem Schnellboot beim Passieren einer Pirogue gefälligst auf die Bremse treten muss&lt;br /&gt;... wenn es fast normal ist, dass eine Schülerin über die fiesen Lehrer wettert, währenddem sie ihr 1-2jähriges Kind im Arm hält&lt;br /&gt;... wenn sich Moskitos kein bisschen um europäische Antiinsektenmittel oder lange Kleidung scheren, sondern munter weiterstechen - besonders mich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ich mir ziemlich Mühe geben muss, um das hier alles aufzuschreiben, weil es inzwischen so normal geworden ist, dass es mir gar nicht mehr auffällt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-2157815237098355752?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/2157815237098355752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=2157815237098355752' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2157815237098355752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2157815237098355752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/01/cest-le-gabon.html' title='C&apos;est le Gabon...'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-8721519404349548847</id><published>2007-01-12T17:36:00.000+01:00</published><updated>2007-02-20T21:27:49.925+01:00</updated><title type='text'>HIV und AIDS</title><content type='html'>HIV und AIDS, hier ein so alltägliches Problem, dass ich gar noch nicht viel darüber geschrieben habe... das ist nachzuholen.&lt;br /&gt;Bereits am Tag meiner Ankunft in Libreville fielen mir die vielen Plakate, die auf die Krankheit aufmerksam machen und aufklären sollen. Das PNL (programme national lutte contre le sida) arbeitet hier mit einem 3-Punkte-Slogan: 1. abstinence, 2. fidélité mutuelle, 3. préservatif. Da die ersten beiden Punkte bei der Mehrheit der Gabonesen eh nicht greifen, muss man in der Praxis wohl eh gleich bei Punkt drei ansetzen.&lt;br /&gt;Bei unseren HIV-positiven Patienten wird für die prise en charge jeweils ein spezielles Dossier geöffnet, was normalerweise meine Aufgabe ist. Nebst den den harten Daten wie Laborwerten, persönlichen Daten sowie krankheitsindizierenden Krankheiten werden jeweils auch die Risikofaktoren erörtert - die wenigsten dieser Patienten haben je in ihrem Leben ein Präservatif benützt.&lt;br /&gt;Als eine HIV-positive Patientin bei Justin in der Konsultation nicht wusste was ein Präservatif ist, noch nie eins gesehen hatte und wir es ihr demonstrierten, war bei mir die Limite überschritten.&lt;br /&gt;Im Internet fand ich eine ziemlich explizite Bildserie, die den Gebrauch der Präservative für Männer erklärt. In Grossformat ausgedruckt hängte ich sie in der Poliklinik auf, was zwar zunächst ein kleines Skandälchen bei den Poliklinik-Angestellten provozierte - ich denke, das war aber eher aus Pflichtgefühl; jedenfalls wurde ich danach von einigen um Flyers gebeten, um sie ihren "Kindern" zu zeigen (resp. selber zu lesen). Wie schon angetönt, die Bildserie vervielfältigte ich auch als Flyer, die seither in meinem Büro aufliegen. Bei den anderen zwei Inneren Medizinern liegen sie zwar nicht auf, sind aber immerhin in Griffnähe, um sie RisikopatientInnen abzugeben. Mir ist es egal: ich habe inzwischen um die 80 Zettel verteilt - und verhindere damit vielleicht einige Ansteckungen. Auch am latenten Mangel an Präservativen zum Verkaufen und Abgeben hat sich noch nicht viel geändert. Die paar hundert Stück, die ich aus der Schweiz mitgenommen habe, waren bereits kurz nach meiner Ankunft wieder weg. Als Aufklärungszentrum für Sexuell übertragbare Krankheiten ist es eigentlich ziemlich peinlich und fahrlässig, wenn man nicht mal mehr Präservative vorrätig hat für die wenigen Verantwortungsvollen hier, die sie kaufen kommen. Nun, es ist leider nicht das einzige, an was es hier fehlt. Wir haben z.B. gerade zwei Toxoplasmose-Patienten, für die es einfach keine Medikamente mehr hat. Auch das schlechtere Ersatz-Medikament ist ausgegangen.&lt;br /&gt;Trotz der Aufklärungs-Plakate existieren hier im Gabun wie überall in Afrika eine ganze Menge an Geschichten und Haltungen zu AIDS. Viele tradi-practiciens (traditionelle Heilpraktiker) behaupten, AIDS heilen zu können und dementsprechend kommen viele HIV-positive Patienten einfach nicht mehr in die Kontrollen, weil sie sich anstatt irgendwo in der Pampa von einem Heiler behandeln lassen. Meistens tauchen sie dann kurz vor dem Sterben doch wieder im Spital auf - teils mit CD4-Werten von 4... (normal über 500). Justin regt sich natürlich auf - einerseits weil es hilflos macht und andererseits weil es den Ruf des Spitals natürlich nicht gerade verbessert, wenn die Leute nur noch zum Sterben herkommen, bzw. das Spital dann an deren Tod schuld ist.&lt;br /&gt;Viel häufiger ist jedoch, dass die Patienten ein positives Resultat einfach nicht glauben, es nicht akzeptieren, es negligieren, und damit natürlich auch jegliche weitere Therapie verweigern und wieder en brousse verschwinden - um wahrscheinlich eine ganze Reihe Weiterer anzustecken. "Eine ganze Reihe Weiterer" weniger wegen der v.a. bei älteren Paaren vorkommenden Polygamie, mehr weil Treue bei vielen Gabonesen eher ein Fremdwort ist. Wie Guillaume gesagt hatte "comme chaqu'un a plusieures chaqu'unes et chaqu'une a plusieurs chaqu'uns...". Es gibt aber durchaus auch verantwortungsvolle Patienten, wenn leider auch eher in der Minderheit. Gerade heute führte ich ein ziemlich happiges Gespräch; morgens in der Sprechstunde hatte ich einen Patienten mit einem Herpes zoster (Gürtelrose) der linken oberen Gesichtshälfte. Weil ein solcher häufig bei Immunkomprimitierten Patienten auftritt, legte ich ihm nahe, einen HIV-Test zu machen (hier leider ein eher teurer Test: 8'500 CFA, knapp 15 Fr.): das Resultat war positiv. Ich erklärte ihm das Resultat sowie die Krankheit und er schien gut zu verstehen, stellte sogar Fragen - ein gutes Zeichen. Und er fragte mich auch nach seiner Frau, möglicherweise ja auch positiv. Ich versuchte ihm Mut zu machen, es ihr zu sagen, bot ihm an, sie hereinzubitten und die ganze Sache beiden nochmals zu erklären. Er hatte Angst, sie sei zu fragil um das Resultat zu prästieren. Und auch meiner Erfahrung nach akzeptierten solche Leute dann meistens das Resultat sowieso nicht, beeinflussten sogar noch den Partner, sodass dieser die Therapie abbricht - bei zunächst sehr einsichtigen Patienten habe ich dies leider auch schon erlebt. Nach langem Zögern des Patienten kam seine Frau herein und ich erklärte das Ganze nochmals. Sie reagierte kaum, war aber bereit, sich testen zu lassen. War verletzt, enttäuscht. Obwohl ich die Leute aufrufe, nicht nach dem wann, warum, durch wen der Ansteckung zu suchen, da dies im Moment nicht viel bringt, kann ich mir vorstellen, was das Resultat für die persönliche Beziehung der beiden heisst. Das Resultat wird Montags dasein, leider weiss ich ja schon fast sicher, wie es lauten wird.&lt;br /&gt;Vor einigen Tagen habe ich die Statistik der hospitalisierten Seropositiven von 2006 zusammengestellt. Es waren genau 100 in der Kopp hospitalisierte seropositive Patienten - mit den vielen die man vergessen hat einzutragen sicher einige mehr. Bereits vor einigen Wochen stellte ich eine Statistik von 2004 - 2006 aller positiven und negativen Tests des ganzen Spitals zusammen - Justin brauchte sie, um die antiretroviralen Medikamente zu erhalten, für die er regelmässig persönlich nach Libreville fahren muss.&lt;br /&gt;Inzwischen sind die ganzen Medikamente gratis, schon ein wichtiger Fortschritt. Allerdings sind die ganzen Untersuchungen im Vorfeld, die für eine Therapie nötig sind, vom Patienten/der Patientin zu bezahlen (ca. 20'000 - 60'000 CFA)- für viele ein Ding der Unmöglichkeit. Die Therapie wäre zwar gratis, aber der Beginn einer solchen scheitert an der Hürde der dazu nötigen Untersuchungen.&lt;br /&gt;Nächsten Mittwoch ist es an mir, einen Vortrag zu halten: ich möchte die erstellte Statistik der Kopp vorstellen, verbunden mit einem Rappel zu HIV/AIDS - nicht wenige der Spitalangestellten sind seropositiv. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich einen neuen HIV-Informationsflyer in die Runde werfen, der alte ist von den vielen "Kopien einer Kopie" kaum mehr lesbar. Guillaume, der junge Gabonese der das Atelier des Arts et d'Expression leitet soll mir die Illustrationen liefern, mal schauen obs klappt. Da leider der Stage bald zu Ende gehen wird, ist die Zeit eh schon viel zu knapp und mit dem vorzubereitenden Vortrag noch knapper, so dass ich mich hier auch gleich für meine eher raren Einträge im Blog entschuldige. Und übrigens: die Ehefrau meines Zoster-Patienten war seronegativ. Obwohl erst in 3 Monaten nach einem zweiten Test ein sicheres Resultat, hat mich das ausserordentlich gefreut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-8721519404349548847?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/8721519404349548847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=8721519404349548847' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8721519404349548847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8721519404349548847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/01/hiv-und-aids.html' title='HIV und AIDS'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-2010680146942322889</id><published>2006-12-22T19:36:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:41:38.938+01:00</updated><title type='text'>L´hôpital A. Schweitzer en grève</title><content type='html'>Wie Freitags üblich, ging ich morgens als erstens zum Salle de Cours in der Poliklinik, wo jeweils die Röntgenvorstellungen stattfinden - nach einem Fast-Food-Frühstück wegen der leiden Snooze-Funktion meines Natel-Weckers. Ich stand allerdings vor verschlossener Tür. Im Wartesaal der Poliklinik war der Direktor per interim bereits daran, die wartenden Patienten hinauszujagen, Bänke wurden umgestellt. Während sich das Spitalpersonal auf den Bänken versammelte wurde in der Saalmitte noch eine Tafel aufgestellt. In einer halbstündigen Erklärung schlug Patrick (eben der Direktor per interim vor), dass das Personal auf den Ende-Jahr-Bonus verzichten solle, um die Löhne im Februar noch garantieren zu können. Offenbar wurden in der Vergangenheit (soweit ich verstanden habe, nach einem anderen Streik) die Löhne um 40% erhöht. Die von der Regierung zugesagten zusätzlichen 40% an Subventionen blieben aber bisher aus. Man muss wissen, dass nach dem Abgang des Direktors im Sommer diesen Jahres ein neuer Direktor folgte, der offenbar nach ziemlich kurzer Zeit auf ziemlich komische Weise den Bettel warf; als ich in Libreville ankam, traf ich ihn gerade noch, wie er zu einer Konferenz richtung Frankreich aufbrach. Nach einer Woche sollte er eigentlich zurück sein, kam aber nicht wieder. Irgendwo wurde offenbar Patrick ausgegraben, der die Leitung per interim für 6 Monate übernehmen sollte. Der vorletzte Direktor hatte ein gewaltiges Finanzloch hinterlassen und die internationale Fondation besteht ebenfalls hauptsächlich aus Leuten mit Helfer- und Schweitzer-Nostalgie-Syndrom als aus Leuten, die fähig sind, dieses Spital unter nicht ganz einfachen Bedingungen erfolgreich zu führen. Patrick, seit einem Monat hier, versuchte dann erfolglos in den verschiedenen Ministerien das zugesagte Geld aufzutreiben und stiess auf zwar stets kopfnickenden, jedoch bedauernden Granit. Die Angestellten rechneten natürlich mit diesem Geld, können ohne es ihr Weihnachtsfest und die Geschenke nicht bezahlen. Grosse Unruhe im Saal. Einige Voten von den Angestellten, zunehmender Unmut breitet sich aus. Patrick zieht sich zurück. Die chefs des services sollen eine Abstimmung vornehmen und danach als Repräsentanten die Meinung der Angestellten beim Direktor vertreten. Nach Afrikanischer Art begannen in Grüppchen zu 3-4 die Leute wild gestikulierend zu lamentieren und schimpfen. Justin, Eric und ich machten uns für die Morgenvisite aus dem Staub. Dazwischen kam mal die Meldung, die Polyklinik sei blockiert. Um 10 Uhr zurück in der Polyklinik sassen alle tatenlos auf den Bänken herum, niemand wusste was nun läuft. Die Chefs des Services waren offenbar beim Direktor am Verhandeln. Irgendwie behandelte ich doch noch zwei Patienten. Dazu einen Tuberkulose-Patienten vom vorherigen Tag, der noch einen Gardien organisieren musste, um hospitalisiert zu werden. Der sass zuerst auch einige Stunden hustend inmitten all der anderen Patienten, weil Justin ihn anders als ich nicht in die Kopp schicken wollte, solange er nicht wusste, wer in der Kopp (= die Innnere Medizin) arbeitete. Ich bekam einen Rüffel, der Patient hustete noch eine Stunde weiter, brilliant. Ich faltete mit Pauline, einer Patientin aus der Psychiatrie, die in der Poli jeweils die Abfalleimer leert, einige dänische Papiersterne. Und gegen 12 Uhr schaute ich nochmals in meinem Büro vorbei - die Infirmères waren dort inzwischen am Kochen und Essen...&lt;br /&gt;Die Köchinnen des Réfectoires waren natürlich auch am Streiken - gibts doch was zu Essen? Solange, die Frau des Technikverantwortlichen sowie Sophie die Freundin des Logistikers versuchten in die Bresche zu springen, sogar Schoggi-Mousse gabs. Nur ist fast niemand erschienen, weil alle annahmen, dass es eh nichts gäbe. Für diejenigen anderen Spitalangestellten, die mittags jeweils im Réféctoire ihre afrikanischen Essensrationen abholen kommen, gabs ausnahmsweise Notrationen des deutschen Militärs.&lt;br /&gt;Gegen halb 3 Uhr nachmittags wurde eine Entscheidung erwartet. Als es keine Entscheidung gab, packte ich meine Sachen und ging in die Stadt einkaufen. Falls es Arbeit gäbe, konnte ich ja wieder zurück kommen. Es gab keine. Mal schauen, wie es morgen weitergeht.&lt;br /&gt;23/12/2006: Auf Druck des Personals wurde der Ende-Jahr-Bonus dann doch ausbezahlt. Weil hier alles in Bargeld ausbezahlt wird, waren Pierre und Marie von der Administration bis spätabends daran, die Berge an Banknoten, die sie "notfallmässig" bei der Bank abhoben, zu bündeln und ans Personal auszubezahlen, das vor den durch die Sécurité gesicherten Türen der Adminstration wartete - und dazwischen immer wieder mal pöbelte, damit man sie auch nicht vergessen würde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-2010680146942322889?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/2010680146942322889/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=2010680146942322889' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2010680146942322889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2010680146942322889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/12/lhpital-schweitzer-en-grve.html' title='L´hôpital A. Schweitzer en grève'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-504076564404332611</id><published>2006-12-18T16:43:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T18:22:07.314+01:00</updated><title type='text'>Wahlen</title><content type='html'>Gestern, am 17 Dezember fanden die Wahlen für die Nationalversammlung (Unterhaus) statt. Gegen 800 Leute kandidierten für die 120 Sitze - eigentlich für 111 Sitze. Die Abgeordneten für die restlichen 9 Sitze werden offenbar von Mr. Omar Bongo Ondimba persönlich bestimmt. Im vergangenen Jahr wurde Bongo, der seit 1967 im Amt ist, für eine weitere 7-Jahres-Regierungsperiode gewählt und ist damit der am längsten regierende Präsident Afrikas. Nebst Bongos PDG gibt es rund 50 Oppositionsparteien, meist finanzschwach und mit einer Ideologie, die sich nicht grundsätzlich von derjenigen der PDG unterscheidet. Viele Junge oder Gabonesen grundsätzlich gehen gar nicht erst wählen. Die Transparenz fehlt, sie trauen dem Wahlablauf nicht. Wie Guillaume, ein 20jähriger meinte: es wird sich sowieso nichts ändern. Die Wahlzettel? Die werden in den Ogoué geworfen. Und wenn Bongo stirbt, ist es sein Sohn, der weiterregieren wird.&lt;br /&gt;Ganz so schlimm wird es nicht sein. Im Vergleich zu benachbarten Ländern, ist Gabun ein politisch recht stabiles Land. Meiner Meinung liegt das nicht zuletzt am Öl und dem Holz. Die Ölreserven gehen jedoch langsam zur Neige.... .&lt;br /&gt;Wie auch immer, Bongo selbst gibt sich nicht mit Kleckereien zufrieden. Um eine Mauerseite seiner Residenz abzufahren braucht man mindestens zwei Autobahnminuten, fotografieren natürlich verboten. Sein Regierungssitz ist ein Riesenbau, mit x Büros, weiss der Teufel wofür er die alle braucht. Während unserem Libreville-Ausflug am vergangenen Wochenende wurden wir und mit uns der ganze restliche Verkehr zweimal von Militärs angehalten. Einmal auf der Autobahn, damit Mr. Bongo auf der Brücke DARÜBER passieren konnte, das zweite Mal auf einer Hauptstrasse an der Küste. Jeweils Polizei vor und hinter der Limousine, der Krankenwagen auch gleich im Tross. Man weiss ja nie... . Wegen den Wahlen waren Sonntags, ja schon Samstag abend sämtliche Bars, Geschäfte und Einkaufszentren geschlossen. Das hatten wir bei der Planung unseres Libreville-Wochenendes irgendwie verpasst. Und: EinkaufszentrEN war vielleicht etwas hoch gegriffen. Genaugenommen gibt es eines: Mbolo. Da gibts (fast) alles, zum Teil zu horrenden Preisen. Das werden wohl die teuersten Weihnachtsguetsli meines Lebens.&lt;br /&gt;Und à propos Krankenwagen: während des Wahlkampfs stattete Bongo höchstpersönlich Lambarene einen Besuch ab, natürlich nur auf dem Flughafen, aber immerhin. Wegen ihm waren an diesem Tag sämtliche Krankenwagen blockiert (obwohl er ja eben immer seine eigenen auch noch mitführt) und wir konnten unsere Patientin nicht wie vorgesehen nach Libreville verlegen. Er habe dann offenbar noch Geld verteilt, was natürlich zu Streit führte - aber halt auch zu Wählerstimmen.&lt;br /&gt;Dass Wahlkampf ist, merkte man spätestens ab Beginn Dezember, dem offiziellen Wahlkampfbeginn. Da traf man nämlich alle paar Meter Bongo auf dem Bauch eines RAO-Shirt-Trägers. Was nicht heissen will, dass der Träger RAO-Sympathisant ist - aber zu einem Gratis-Shirt sagt hier niemand nein. Auch Baseballmützen und andere Gadgets - von den letztjährigen Wahlen habe ich u.a. auch Rucksäcke guter Qualität gesehen. Dafür jedenfalls scheints genug Geld zu haben. Proportional zur Finanzstärke der anderen Parteien und Kandidaten gabs auch einige wenige Träger anderer T-Shirts. Nun denn - nebst T-Shirts traf man die Kandiaten auch auf plakatbeklebten Autos, Geschäften, Bars, Häusern. Sogar an den lottrigsten Hütten mit Wellblechdach an der Strasse Lambarene - Libreville: Bongo fehlte nirgends.&lt;br /&gt;Anfangs Dezember waren wir an einer RAO-Wahlkampfveranstaltung. Hunderte Leute in den weissen Bongo-Shirts, laute Musik, Sänger, Tänzerinnen. Auch wenn inhaltlich nicht einverstanden, die Art der Wahlkampfveranstaltungen könnte man sich jedenfalls für die Schweiz abkupfern.&lt;br /&gt;Da ich heute noch nichts definitives von den Resultaten gehört habe, habe ich vorhin im Internet nachgeschaut. Ausser bei Al Jazeera und irgendeiner anderen Wahlbeobachterseite habe ich allerdings nichts Schlaues gefunden. Und auch Al Jazeera weiss nicht viel mehr zu berichten als dass vielerorts die Wahllokalangestellten nicht erschienen sind, und die Leute erst sehr spät wählen gingen, weil sie am Morgen zuerst in die Kirche gingen... Wahrscheinlich hat eh RAO die meisten Sitze gemacht. Und zum Thema Kirche und v.a. Glauben vielleicht ein anderes mal mehr... .&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707896/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/126/404707896_d3cb16a0e4_m.jpg" width="240" height="180" alt="Wahlkampfveranstaltung in Isaac Dezember 2006" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-504076564404332611?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/504076564404332611/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=504076564404332611' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/504076564404332611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/504076564404332611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/12/wahlen.html' title='Wahlen'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm1.static.flickr.com/126/404707896_d3cb16a0e4_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-8898524386531854874</id><published>2006-11-30T18:10:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T18:24:25.884+01:00</updated><title type='text'>Bootstour zum Lac Ngomo</title><content type='html'>Nachdem unsere erste Bootstour vor einigen Wochen buchstäblich ins Wasser gefallen ist, versuchten wir es letzten Sonntag nochmals.Guillaume hatte via einen Freund ein Boot zum "Freundschaftspreis" organisieren können - geplant war, dass wir Sonntag morgen um halb 9 abfahren. Weil der Bootsmann nicht auftauchte, fuhr Marie (die sich mit Pierre kurzfristig uns angeschlossen hatte, weil sich der Bootsmann für ihren eigenen geplanten Ausflug schon am Tag zuvor verdünnisiert hatte) mit dem 4x4 nach Isaac, um den Bootsmann suchen zu gehen. Der tauchte aber inzwischen von selbst auf und nachdem sich ganz kurzfristig auch noch Katharina (vom Laboratoire des Recherches) zu uns gesellt hatte, fuhren wir endlich los. Guillaume wollte mit uns eigentlich ein traditionelles gabonesisches Picknick zubereiten, da wir auf dem Markt aber keinen frischen Fisch fanden, wurden es halt doch ganz gewöhnliche europäische Baguettes mit Paté, Tomaten und Mangos. Auch der Sprit musste noch getankt sein - weil die eine Boots-Tankstelle keinen mehr hatte, tummelte sich vor der anderen eine ganze Schnellboot- und Piroguen-Traube. Parallel wurden aus den Piroguen noch Fisch und Kaiman verkauft. Aus der Hüfte raus habe ich versucht davon ein Foto zu machen.&lt;br /&gt;Dann endlich ging es Richtung Lac Ngomo weiter. Den letzten Teil fuhr Lea, während ich im Vorderteil am Boden des Bootes etwas versuchte zu dösen - die letzten beiden Nächte kam ich erst um 6 resp. halb 3 Uhr morgens ins Bett. In Ngomo selbst wurden wir von einem Anwohner durch die ehemalige Missionsstation mit Sanitätssposten geführt. In der zugehörigen Kirche bestiegen wir den baufälligen Turm, der uns eine fantastische Sicht auf die Umgebung bot. Unser Picknick genossen wir auf den Treppen zur Kirche und fütterten nebenbei die ganze Traube Kinder, die sich zu uns gesellt hatte.&lt;br /&gt;Den Rückweg sollte ich fahren, was auch wirklich Spass machte. Nur leider kamen wir wieder in einen Tropenregen. Ich weiss langsam, weshalb die Einheimischen nie Regenschutz mitnehmen - gegen einen Tropenregen bringt er nämlich eh nichts, höchstens ein klein wenig gegen den Wind auf dem Boot. Die Temperaturen sinken bei Regen recht schnell, was sich an jenem Tag besonders eindrücklich relativ zum Flusswasser zeigte - das kam einem nämlich nach Regenbeginn warm wie eine Badewanne vor. Regen, der einem bei voller Fahrt auf einem Schnellboot ins Gesicht prescht, ist ziemlich schmerzhaft. Aber da musste man halt durchbeissen, was anderes hätte mein Ego auch nicht zugelassen. Da der Owen, der Fahrer auch nicht mehr wusste wo wir eigentlich waren, kamen wir erst ca. 11/2 Stunden nach Regenbeginn nach x Kehrwendungen, Wasser aus dem Boot schöpfen, Rinkrankfahren durch eine Schilfstrasse (ich kriegte die Kurve nicht ganz immer - hatte ja schliesslich zuvor noch nie so ein Boot gefahren), und lautem Singen und klatschen um der Kälte zu trotzen, wieder beim Spital an. Marie anerbot sich, zum Abschluss des Tages was bei Ihr zu Hause zu kochen und lud uns alle ein. Lea und ich bereiteten die geschossenen Fotos auf dem Laptop vor mit einem lustigen Fotoabend und gabonesischer/kongolesischer Musik bei Pizza, Reis und sogar etwas rarem französischem Rotwein beendeten wir diesen besonderen Tag.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707895/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/130/404707895_13da963532_b.jpg" width="1024" height="768" alt="Bootstour zum Lac Ngomo" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-8898524386531854874?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/8898524386531854874/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=8898524386531854874' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8898524386531854874'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8898524386531854874'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/bootstour-zum-lac-ngomo.html' title='Bootstour zum Lac Ngomo'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm1.static.flickr.com/130/404707895_13da963532_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-3876709932432759622</id><published>2006-11-29T21:06:00.000+01:00</published><updated>2006-11-29T21:33:22.774+01:00</updated><title type='text'>Tod feststellen</title><content type='html'>Seit fast dem Beginn meines stage hier behandelten wir eine junge HIV-Patientin mit einer ausgeprägten Candidose (einer häufigen Manifestation bei HIV-Positivität) . Bei ihr war der ganze Magen-Darm-Trakt befallen, sprich von Mund bis Anus. Das Schlucken fiel ihr äusserst schwer, die Verdauung funktionierte nicht richtig, sie hatte wochenlang Durchfall. Daneben noch eine Anämie, dazwischen mal eine Bluttransfusion. Sie hatte eine CD4+-Zahl von 4, die normalen Werte liegen bei 500 aufwärts - sprich: ihr Körper hatte praktisch null Möglichkeit mehr, sich gegen irgendwelche Infektionen zu wehren. Und von ärztlicher Seite kommt man diesen ständig neuen Infekten auch mit allen Antibiotika, Antimykotika und anderen Medikamenten nicht mehr bei. Vor einigen Tagen hatte sie so die Nase voll, dass sie austreten wollte - ich hatte sie im Klinikbuch bereits ausgetragen. Nach einem Gespräch mit dem Bruder konnte sie doch noch dazu bewegt werden, weiter zu bleiben. Dr. Justin machte deutlich, dass sie ausserhalb des Spitals kaum länger als einen Tag überleben würde, und auch hier im Spital näher dem Grab als dem Leben sei. Nachdem es ihr gestern eher etwas besser ging, kam mir heute morgen früh die Krankenschwester mit Blutdruckmessgerät entgegen und bat mich, ins Zimmer zu gehen. Ich war etwas früher ins Spital gegangen, um vor Arbeitsbeginn noch einige Blutuntersuchungs-Bons auszufüllen und war daher noch die einzige Anwesende von ärztlicher Seite. Beim Losgehen wollte ich wissen, wie hoch der Blutdruck sei - sie hatte keinen mehr messen können. Im Zimmer fand ich die Patientin in den Armen der heulenden Grosmutter, um mich herum eine ganze Menge weiterer heulender Angehörige. Ich hatte noch nie den Tod einer Person festgestellt, wusste nicht genau wie man das hier macht, wusste eigentlich sowieso nichts - aber war halt dort. Ich suchte den Puls, versuchte eine Herzaktion zu hören und war mir nicht sicher, ob das was ich hörte nun das Herz der Grossmutter oder vielleicht doch noch dasjenige der Patientin war, die leblos in den Armen der Grossmutter hing. Ich stützte den Kopf, der sonst nach hinten zu fallen drohte, und leuchtete in die Augen: beidseitige areaktive Mydriase. Ich wusste nicht, wie man sich hier den Angehörigen gegenüber verhalten sollte, sollte man sie halten, sollte man bleiben, sollte man gehen? Wie schon früher einmal beim Tod einer anderen AIDS-Patientin erlebt, heulten schrien und sangen die Angehörigen während 1 1/2 Stunden im Zimmer der Verstorbenen. Es tut einerseits sehr weh, dies zu hören. Andererseits tut mir das auch wahnsinnig gut. Ich hätte gern, wenn auch in der Schweiz die Angehörigen beim Tod einer Patientin laut weinen, heulen, singen würden. Damit der Tod nicht so still und klanglos mit der genommenen Seele wegschleicht und die Umgebung mit nichts als betäubender Stummheit zurückbleibt und wartet. Es ist ein Abschiednehmen, ein Trauern, das sich der Umgebung mitteilt, kein stilles Hinnehmen, sondern ein aktives Gehen, ein Geleit der Verstorbenen an einen anderen Ort bei dem man ihr mitteilt, das sie nicht allein bleiben werde, sondern man ihr irgendwann folge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-3876709932432759622?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/3876709932432759622/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=3876709932432759622' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/3876709932432759622'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/3876709932432759622'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/tod-feststellen.html' title='Tod feststellen'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-8115243651231410390</id><published>2006-11-29T20:23:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T18:25:10.552+01:00</updated><title type='text'>Taxi fahren</title><content type='html'>Wie allgemein bekannt, ist die häufigste Todesursache von Touristen in Afrika ein Verkehrsunfall. Wer in Afrika einmal Taxi oder selbst Auto gefahren ist, den wunderts auch nicht mehr. In Gabun hat jede Stadt ihre Taxis in einer eignene Farbe. In Lambarene sind sie blau-weiss, in Libreville glaub ich rot-weiss und in Port Gentil ebenfalls blau-weiss. Sie sind alle ein wenig am auseinanderfallen und rosten, allerdings habe ich schon Schlimmeres gesehen - an die Moskauer Autos kommen sie doch noch nicht ran. In Lambarene sind die Preise fix. Vom Spital zur Ile Lambarene kostet es 200 CFA, nach Isaac (einem anderen Stadtteil von Lambarene) 300 CFA - da die Stadtteile durch Brücken über den Ogoue getrennt sind, zahlt man also pro überquerte Brücke 100 CFA. Ab 21.00 Uhr abends verdoppeln sich die Preise. Ein Taxi ist erst dann voll, wenn auf den Hintersitzen drei oder 4 Personen sitzen und auf dem Beifahrersitz zwei. Wenn dann noch ein paar Kinder auf dem Schoss sitzen, sinds halt noch ein paar Personen mehr. Zahlen kann man praktisch nur in Münz, auch in den Läden braucht man ständig Münz - nur bekommt man es nirgends (anstatt kleiner Beträge in Münz bekommt man in den Supermärkten manchmal auch das Retourgeld in Form von Maggi-Würfel, welche hier in fast alles hineingeschmissen werden). Öfters mal führt die Polizei bei den Taxi-Fahrer mittels Strassensperren Ausweiskontrollen durch. Da es ebenfalls öfters vorkommt, dass der Fahrer einen solchen nicht besitzt, mussten wir halt auch schon zu Fuss nach Hause gehen (die meisten folgenden Taxis sind auch in der Kontrolle hängen geblieben). An einem Abend als wir in vollgefülltem Taxi zum Abendessen nach Isaac fahren wollten ist auf der zweiten Brücke ein Reifen geplatzt. Zum Glück hat der Fahrer nur wenig geschleudert und blieb dann fluchend stehen. ... Wir gingen zu Fuss in die Stadt. Und für alle die sich jetzt Sorgen machen - so schlimm wie es jetzt tönt, ist es nicht. Das waren die einzigen zwei Zwischenfälle. Den 4x4 hatten wir selber verlocht, da waren die Taxifahrer unschuldig (siehe Blog: Le vol).&lt;br /&gt;Noch gefährlicher sind offenbar die Taxi brousse (auch clandeau genannt), die einzigen Transportmittel über längere Strecken auf den wenigen schlechten Strassen, die es gibt - sofern man nicht auf dem Flussweg reisen kann. Laut Reiseführer erkenne man Sie daran, dass sie in absolut verlottertem Zustand und bis oben vollgestopft mit Passagieren seien, meist kleine VW-Busse. Wie diese, v.a. bei Regen, überhaupt vorwärts kommen ist mir schleierhaft, da wir bereis mit dem 4x4 bei all den Schlaglöchern und dem Matsch schon unsere liebe Mühe hatten. A propos Reiseführer: vor meiner Abreise habe ich gerade mal zwei Verschiedene gefunden - einen in Englisch und den anderen in Französisch. Gabun ist wirklich noch nicht gerade eine Tourismusdestination. Zu bieten hätte es, v.a. für Ökotouristen, aber schon einiges. Das hat offenbar auch der ewige Präsident Bongo eingesehen, als er vor einigen Jahren ein Netzwerk von Nationalparks gründete - nachdem sich abzeichnete, dass die Ölreserven (nebst dem Holz bisher Gabuns wichtigste Einnahmequelle) langsam zur Neige gehen werden.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707892/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/183/404707892_ffc6e7ac1b_m.jpg" width="240" height="180" alt="Taxis in Libreville" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-8115243651231410390?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/8115243651231410390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=8115243651231410390' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8115243651231410390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8115243651231410390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/taxi-fahren.html' title='Taxi fahren'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm1.static.flickr.com/183/404707892_ffc6e7ac1b_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-6762887013699314266</id><published>2006-11-29T20:07:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:46:14.375+01:00</updated><title type='text'>Die Katze in der Zisterne</title><content type='html'>Nachdem ich letzten Donnerstag eine Katze bei der alten Zisterne neben unserer Behausung (der Case Bouka) rumturnen sah, hörten wir sie abends im Bett plötzlich aus der Zisterne plärren. Offenbar war sie hineingefallen und kam von selbst nicht mehr raus. Da sie die ganze Nacht miaute, ging ich am nächsten Tag zu Thibault. Dieser wollte aber keinen seiner Männer hinschicken, da es zu gefährlich sei und es sowieso zu viele Katzen auf dem Gelände hätte. Er könne allenfalls Wasser in die Zisterne einlassen, damit die Katze obenauf schwimme und rauskrabbeln könne. Sehr einfallsreich. Und sonst könne ich den Schlüssel holen und selbst gehen - was er eher ironisch meinte. Als die Katze nach 3 weiteren Tagen immer noch praktisch ununterbrochen Tag und Nacht plärrte, nahm ich ihn beim Wort und ging ich nochmals hin, um den Schlüssel zur Zisterne und ein Seil zu verlangen. Er schickte mich zum Direktor weiter, weil er selbst nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollte und suchte danach so lange die Schlüssel, dass ich ging und nach der Arbeit wieder kommen wollte. Nach Arbeitsschluss ging ich nochmals in sein Büro - offenbar hatte er aber in der Zwischenzeit selbst die Katze rausgeholt. Entweder fühlte er sich gedrängt oder sein Ego hätte es nicht verkraftet, dass ich selbst runterstieg. Mir wars recht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-6762887013699314266?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/6762887013699314266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=6762887013699314266' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6762887013699314266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6762887013699314266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/die-katze-in-der-zisterne.html' title='Die Katze in der Zisterne'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-5345965455065807989</id><published>2006-11-28T21:37:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T18:28:15.509+01:00</updated><title type='text'>Medikamente vom Deutschen Militär</title><content type='html'>Ende November geht das Mandat des Deutschen Militärs im Kongo zu Ende. Offenbar in diesem Zusammenhang wurden deren ganze Medikamenten-Vorrat überflüssig und konnte entweder einem Spital gespendet werden oder mühsam wieder nach Deutschland zurücktransportiert werden. Glücklicherweise wurden die Medikamente dem Schweitzer-Spital in Aussicht gestellt und bei reibungslosem Ablauf und gutem Empfang solle Anfangs Dezember wurde eine zweite Lieferung in Aussicht gestellt. Der Admiral werde kommen, mit ihm eine Handvoll Journalisten und die Besatzung des Transportflugzeugs. Bereis 2 Tage vorher kamen 2 deutsche Soldaten zum Aussondieren sowie die Journalisten. Kurzfristig wurde der Besuch des Admirals wegen der etwas kritischen Lage aufgrund der Wahlen im Kongo abgesagt und er wurde durch ein anderes hohes Tier ersetzt.&lt;br /&gt;Es war kaum zu glauben, dass durch diesen erwarteten Besuch mal endlich alle ihren Arsch bewegten und das Spital in jedem Ecken herausgepützelt wurde. Leute am Gras zusammenkehren, die Polyklinik putzen, Justin bei der Visite am Matratzen umkehren, weil die andere Seite weniger schmutzig aussah - so ein Militärbesuch bräuchte es hier regelmässig, dann wäre jeweils mal wieder alles mehr oder weniger auf Vordermann gebracht.&lt;br /&gt;Der ganze Besuch lief dann ziemlich schnell und reibungslos ab - und wir werden wohl Anfangs Dezember eine weitere Ladung erhalten.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707888/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/176/404707888_16b71acf57_b.jpg" width="240" height="180" alt="Dr. José im Gespräch mit einem deutschen Militär" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62968450@N00/404707883/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/138/404707883_d73253817d_m.jpg" width="240" height="180" alt="Ausladen der Medikamente" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-5345965455065807989?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/5345965455065807989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=5345965455065807989' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5345965455065807989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5345965455065807989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/medikamente-vom-deutschen-militr.html' title='Medikamente vom Deutschen Militär'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm1.static.flickr.com/176/404707888_16b71acf57_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-2957005911463783621</id><published>2006-11-28T20:53:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:50:38.301+01:00</updated><title type='text'>Le vol</title><content type='html'>Vorletzten Sonntag machten wir einen Ausflug nach Sindara. Die Ortschaft liegt um die 60 km von Lambarene entfernt und ist wegen eines ehemaligen Klosters und einer "cascade" sehenswert. Marie, die neue französische Buchhalterin darf die 4x4 der Administration benützen und lud uns auf diesen Ausflug ein. 60 km erscheinen nicht weit, aber wenn man bedenkt, dass nur ein geringer Teil der Strasse dorthin geteert ist und der grösste Teil entweder so voller Schlaglöcher ist, dass auch 20km/h noch viel zu schnell sind oder die Strasse vom vielen Regen ein einziger Matsch ist, wird schnell klar, dass man gut und gerne 3-4 Stunden dafür braucht.&lt;br /&gt;Da Marie noch nicht allzu viel Übung mit dem 4x4 hatte, schaffte sie es auch noch, ihn irgendwo "en brousse" zu "planter". Eine im 7. Monat Schwangere (barfuss) und ihr Mann halfen uns, ihn wieder rauszukriegen. Wir haben sie dafür dann auf der Ladefläche ein Stück weit Richtung ihr Dorf mitgenommen, und ich schenkte hr mein als Ersatz mitgenommenes T-Shirt.&lt;br /&gt;Obwohl wir abends reichlich erschöpft nach Hause kamen, bemerkte ich schon da, dass die 2 Memory Sticks vom Tisch verschwunden sind, die am Morgen noch dalagen. Da ich annahm, dass ich sie selbst irgendwo verlegt hatte, schaute ich nicht weiter nach, sondern ging schlafen. Am nächsten Abend merkte ich jedoch, dass noch einiges anderes fehlte, u.a. der kleine Weltempfänger, der ipod von Kenneth, Leas Uhr, und aus dem Nebenzimmer Anne-Laures Wecker. Das Geld und die Laptops waren komischerweise noch da. Da alles verschlossen war, als wir nach dem Ausflug zurückkamen, nahmen wir an dass der Einbrecher die Schlüssel gehabt haben musste - insgesamt drei verschiedene. Die Securité selbst? Da ich schon ahnte, wie nervenaufreibend hier ein Gang zur Polizei sein würde, versuchte ich es zuerst mit einem Anschlag und der Bitte, die gestohlenen Sachen während unserer Arbeitszeit zurückzulegen - hat leider nicht gefruchtet. Von Thibault (Administration) bekam ich einen Fahrer, der mich zur Polizei bringen sollte und mit dem ich während der Fahrt schnell ins Plaudern kam. Auf der Polizei wie erwartet Afrika live: ich erklärte, dass ich eigentlich nur eine Bestätigung für meine Versicherung brauchte, dass mir die auf einem Zettel notierten Sachen gestohlen wurden.  Zuerst wurde ich vom  demonstrativ desinteressierten Commissaire des langen und breiten ausgefragt, ob ich oder meine Zimmerkollegin mit Sicherheit keinen Liebhaber reingelassen hätte, der uns hätte beklauen können, danach fand er, ich müsse zuerst eine plainte schreiben; ich könne das hier auf dem Polizeiposten oder sonst wo machen. Wir entschieden uns, es gleich sofort auf dem Posten zu schreiben - die hatten aber kein Papier. Tja, so fuhren wir wieder in die Stadt runter zu einem Zeitungsladen, wo Jean-Guérain, der Fahrer, einen frère traf (..was heisst, irgendein Bekannter der gleichen Ethnie, aber keineswegs sein richtiger Bruder), der Journalist ist. Dieser stieg straks in sein Auto und guidete uns zum Haus der Stadtverwaltung, wo wir irgendwo in einem völlig überklimatisierten Raum mit überdimensioniertem Schreibtisch landeten. Aber es hatte Papier! Die beiden diktierten mir daraufhin einen vor Schleim triefenden Brief und wir fuhren anschliessend noch kurz bei einem weiteren "frère" vorbei, bevor wir zum Polizeiposten zurückkehrten.  Bei diesem frère, der gelangweilt in einem Büro der Telecom vor dem Fernseher sass, geht Jean-Guérin offenbar jeweils vorbei, wenn er gratis nach Europa telefonieren will. Während dem Telefonat fragte mich der Typ aus und wollte am Schluss natürlich wieder ein Rendevous.&lt;br /&gt;Der Commissaire in grüner Militäruniform hockte sich breitbeinig auf einen Stuhl und studierte eine halbe Ewigkeit den Brief. Es war ihm anzusehen, dass er irgendetwas suchte, was nicht korrekt war, und schliesslich stand er auch auf und verlangte, dass ich irgendwo in die Mitte des Papiers noch ein A hinschreiben müsse. Darauf setzte er sich wieder und las weiter. Schliesslich fragte er nochmals, ob mir nur elektronische Geräte abhanden gekommen seien und keine Papiere. Als ich bestätigte, meinte er, er habe mich die plainte schreiben lassen, weil er gedacht hätte, dass mir meine Papiere abhanden gekommen seien. Ouuuuuuuuu! Mir riss langsam der Geduldsfaden und ich erklärte nochmals, dass ich nur eine Bestätigung für meine Versicherung brauche, dass die Sachen weg seien. Wir wurden ins Hinterzimmer zu irgendeinem Typen vor einer Schreibmaschine gebracht, der verlangte, dass ich am nächsten Morgen um halb 8 mit zwei Passfotos wiederkomme.&lt;br /&gt;Da ich nicht davon ausging, dass um halb 8 tatsächlich schon jemand arbeiten würde auf dem Polizeiposten, fuhr ich mit einem anderen Fahrer gegen 9 hin, der mich vor dem Posten ablud. Diesmal war der Chef nicht da, ich müsse später wieder kommen. Ich wollte mich zuerst eigentlich noch eine Stunde in der Stadt rumtreiben und es dann nochmals versuche, fuhr dann aber mit einem Taxi zum Spital zurück - schliesslich hatte ich ja eigentlich zu arbeiten. Und war ausserdem in Spitalkleidung in der Stadt. Justin, der gabonesische Arzt lachte mich aus und meinte, ein Chef arbeite hier sowieso nie vor 11 Uhr. Ich solle sowieso den Chef der spitaleigenen Sécurité fragen - das hätten mir die von der Administration auch am Anfang sagen können... . Wie auch immer - jener kam mit ein paar "Unterhunden" sofort zu unserer Behausung runter und stellte fest, was wir inzwischen auch schon vermuteten, nämlich dass es irgendein Kind war, das per Loch im Dach und über die Moskitogitter-Decken in unsere Zimmer gelangte. Ich gab ihnen nochmals die Liste mit den geklauten Sachen und als ich merkte, dass sie keine Ahnung hatten, was diese sind, bot ich an, Zeichnungen davon anzufertigen. Diese starteten dann eine enquète und fanden kurz darauf tatsächlich einige Stücke. Mein ipod war offenbar schon in der Stadt ein oder zweimal weiterverkauft worden (für lumpige 5'000 CFA) - aber am Schluss hatten sie tatsächlich alles wieder gefunden. Es war leider wieder der Junge, der vor Kurzem schon bei einem Diebstahl im spitaleigenen Lädeli (dem Economat) erwischt wurde - versteckt im Kühlschrank. Vom Direktor per interim (das per interim - andere komische Geschichte...) bekam er einen Zusammenschiss, die Sécurité wurde gelobt und nächsten Freitag werden sie offenbar noch offiziell gelobt, weshalb ich nochmals antraben soll. Thibault von der Administration war sauer, weil die Sécurité natürlich alles hintendurch in eigener Regie "löste" und damit - wie wahrscheinlich auch die folgenden Klauereien unter der "Decke" bleiben, obwohl die meisten Spitalarealbewohner eigentlich genau wussten, was gelaufen ist. Die Administration bekommt dadurch keinen Zugriff auf solches Geschehen und bleibt reichlich machtlos bzw. völlig abhängig von der Sécurité bzw. deren Wohlwollen. Mir wars egal, ich hatte mein Zeugs wieder und die Sécurité bekamn einen Karton Bier von mir gesponsert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-2957005911463783621?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/2957005911463783621/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=2957005911463783621' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2957005911463783621'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2957005911463783621'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/le-vol.html' title='Le vol'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-6613973440492333850</id><published>2006-11-20T21:49:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:52:47.225+01:00</updated><title type='text'>Abendessen und Krokodiljäger</title><content type='html'>Letzten Samstag wollten Anne-Laure und ich mit Leuten vom Laboratoire des Recherches in der Stadt essen gehen. Offenbar kocht eine Frau (soweit ich verstanden habe, hat sie irgendwas mit dem Spital zu tun) samstags jeweils für die ganze Labor-Equipe. So wie es sich anhörte, sollte es sehr gut sein. Zu sieben Frauen quetschten wir uns also in einen 4x4 und hotterten in die Stadt. Zwar wurden vor dem Lokal auf einem Grill bereits brochettes gebraten, allerdings wurde uns gesagt, dass wir heute an einem anderen Ort essen müssten - die meisten Tische seien in der Nacht gestohlen worden. So landeten wir in einem "Privatlokal", wo bald darauf die restlichen Leute vom Labo dazustiessen - inklusive drei "crocodile chasers", die von zwei Labo-Leuten irgendwo aufgegabelt wurden. Es waren drei niederländische "Umwelt- und Naturwissenschafts-Studenten", die gerade von Cameroon nach Gabun gekommen sind. Der eine war offenbar bereits seit 2003 unterwegs. Ausgehend von Südafrika hatte er sich langsam Richtung Norden vorgearbeitet, die beiden Neuen ersetzten offenbar zwei andere Studenten. Von Hand fangen sie die Reptilien ein, um dann irgendwelche Zacken am Schwanz zu zählen und sie auszumessen.&lt;br /&gt;Das Essen war tatsächlich super: brochettes de poulet et de viande (poulet schien irgendwie nicht als Fleisch zu zählen...?), Reis, feuilles de maniok (gehäkselt, ist immer mit getrocknetem Fisch vermischt), Aubergines und irgendeinen Fisch sowie eine tomatenähnliche Sauce). Das ganze wurde an der Theke aufgestellt und jeder konnte sich das zusammensuchen, auf was er/sie Lust hatte. An die Auberginen habe ich mich hier zwangsläufig langsam gewöhnt,  um die kommt man nicht herum... .  Die Bezahlung war dann wieder ganz afrikanisch.  Der Vorschlag, dass wir uns die Gesamtkosten einfach gleichmässig aufteilen konnten, war nicht durchführbar - sie wusste nicht, wieviel sie gekocht und ausgeteilt hatte. So kam halt wieder die Stunden dauernde Prozedur: jeder ging bei ihr vorbei, erzählte ihr was er/sie alles gegessen hatte und sie rechnete für jeden zusammen.&lt;br /&gt;Noch zum D´jino: nebst den anderen "jus" (nein, keine Fruchtsäfte, sondern Cola, Fanta, ...) stellt D´jino ("Dschino") die gabonesische Variante - eigentlich eine Mineralwasser mit Grapefruit-Aroma. Es gibt es glaub auch noch als Ananas-Getränk.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-6613973440492333850?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/6613973440492333850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=6613973440492333850' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6613973440492333850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/6613973440492333850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/abendessen-und-krokodiljger.html' title='Abendessen und Krokodiljäger'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-1233555956443584453</id><published>2006-11-20T21:03:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:56:33.666+01:00</updated><title type='text'>Culte des femmes</title><content type='html'>Von einem Mädchen, das in der "Hüttenzeile" oberhalb unserer Behausung wohnt und welches einige Male mit der französischen Studentin Anne-Laure geredet hatte, wurden wir am letzten Freitag Abend kurzfristig auf 19 Uhr zu "Kuchen" eingeladen. Zusammen mit ihr gingen wir hoch und befanden uns alsbald in einem kleinen "Wohnzimmer", in dem bereits ein ganzer Kreis an Frauen von ca. 17 bis 50 Jahren am Singen, klatschen und tanzen war - und in deren Reihen eingefügt wir auch bald anfangs etwas perplex am mitklatschen und mitwippen waren. Eine jüngere Frau sang eine Leadstimme, die restlichen antworteten im Chor darauf. Regelmässig wurde das Singen von einer hastig enthusiastisch-laut vorgetragenen Gottespreisung durch eine der Frauen unterbrochen und durch ausladende Gestik unterstrichen. Gleich darauf brüllten all die anderen mit geschlossenen Augen und noch wilderem Händegefuchtel eine Art Vater-Unser raus, jede in ihrem eigenen Rhythmus. Danach begann das Singen wieder, um alsbald wieder von einem Gebets-Intervall abgelöst zu werden. Es war tröstend, dass nicht nur uns, sondern auch den ganzen anderen Frauen der Schweiss in Strömen runterfloss. Da wirkte auch der kleine Junge nicht besonders "kühlend", den ich während der folgenden Predigt auf den Knien hatte, während wir jeweils zu mehreren auf den den Wänden entlang stehenden Stühlen sassen. Die Predigerin hielt zwar irgendein Buch in den Händen, die Predigt war jedoch frei und über was ganz anderes; in Kurzfassung: sie sei selbst eine Ausgestossene gewesen, sei zu den Tradi-Practiciens gegangen, habe 3 Kinder nacheinander verloren bis sie Gott in ihr Herz gelassen hätte. Die Tradi-Practiciens (= Ngangas, Féticheurs, Marabouts, Charlatans) seien schlecht. Das ganze wirkte zeitweise für uns eher wie ein Konzert: "ihr, die ihr heute abend gekommen seid, spürt ihr, dass Gott heute da ist??" - "Ja" (im Chor) - "Spürt ihr, dass er heute bei euch ist?" - "Ja" (im Chor). "Diejenigen, die die Anwesenheit Gottes noch nicht spüren können, sollen aufstehen - wir werden euch helfen". Ich blieb ehrlicherweise mit zwei anderen stehen und wollte schauen, was nun kommt. Wir wurden darauf gebeten, jeweils die in Teilsätzen vorgetragenen Worte zu wiederholen um damit Gott anzurufen. Danach wurden diejenigen die an etwas litten oder ein Problem hatten in die Mitte gebeten und sollten kurz den 3 "Leiterinnen" das Problem schildern. Darauf wurden ihnen je eins zu eins Segnungen ins Ohr gebrüllt, teilweise abgewechselt von einem ekstatischen "aratttata-ratatatatatatata-aaaratatatata" untermalt von ihren sich in Ekstase verrenkenden Körpern, teilweise immer wieder von einem Jungen gestützt, damit sie dabei nicht umfielen. Eine der so behandelten jungen Frauen (in Jeans und engem Shirt) ging in Trance zu Boden, wo sie alsbald von zwei der "Leiterinnen" weiterbearbeitet wurde. Einerseits, befahlen Sie dem Bösen, das Mädchen zu verlassen, andererseits wurden Benedictionen über sie gesprochen. Alles in lauter Stimme, von wilder Gestik begleitet, niedergebeugt zu dem am Boden liegenden Mädchen, das sich teiweise krampfartig wand, als kämpfe es mit diesem "Bösen", das durch die Stimmen gezwungen wurde, den Körper zu verlassen. Irgendwann stand es wieder auf, wurde hochgezogen und sass dann reichlich betäubt für einige Zeit auf einem Sofa, während das Singen-Beten wieder weiterging. Mangels Instrumenten wurde irgenwann von unserer "Gastgeberin" ein Plastikkübel hervorgekramt, auf dem mit irgendeinem Schlag-Werkzeug und den Händen der Begleitrhythmus kreiert wurde. Auf der die Wohnungen verbindenden Terasse vor diesem Wohnzimmer hatte sich inzwischen eine dicke Traube weiterer Zuschauer gebildet, die mangels Platz im Zimmer von dort aus am Culte teilnahmen. Irgendwann war das Singen zu Ende und es wurden "Jus" (was hier heisst: Cola, Fanta oder D´jino) sowie kleine Kuchen und Snacks verteilt. Wir wurden zum Abschied geküsst, überschwänglich umarmt, alle waren völlig aus dem Häuschen - "bis zum Culte am Sonntag"!&lt;br /&gt;"Aujourd´hui c'est le culte des femmes, le dimanche c'est le grand culte de tout le monde!" Dies war also unsere "Einladung zu Kuchen" - mit ein bisschen was dazu. Aber DAS ist das Afrika, das ich kennen lernen will.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-1233555956443584453?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/1233555956443584453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=1233555956443584453' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/1233555956443584453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/1233555956443584453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/culte-des-femmes.html' title='Culte des femmes'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-5085507443003810641</id><published>2006-11-12T16:29:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T16:58:00.593+01:00</updated><title type='text'>Fête in der Kopp</title><content type='html'>Anfangs Jahr feiert das Personal der Kopp (Innere Medizin, nach einem früheren Arzt benannt) jeweils ein Fest. Wegen der baldigen Abreise der Schweizer Ärztin, die hier 2 Jahre gearbeitet hatte, wurde dieses vorgezogen und fand letzten Freitag abend statt. Dafür kauften alle denselben Stoff und liessen sich beim Schneider ein Kleid daraus fertigen, um bei der Fête gleich gekleidet zu sein. Auch ich hatte mir eines anfertigen lassen - es ist schon ziemlich toll, einfach auf ein Blatt Papier aufzuzeichnen, was man sich vorstellt und dies dann auf den Leib geschneidert zu bekommen.&lt;br /&gt;Im Kunstatelier finden regelmässig Anlässe für Jugendliche statt, bei denen gespielt und v.a. über HIV und AIDS informiert wird - mit dem anschliessenden Verteilen von Kondomen, weswegen wohl die Mehrheit überhaupt kommt. Vom Leiter der Gruppe, einem Jugendlichen, der auf dem Spitalareal wohnt, wurden wir drei Studentinnen auch eingeladen und sollten dann als Schiedsrichterinnen beim Aids-Frage-Spiel fungieren. Wie hier meistens, zog sich die ganze Sache ziemlich in die Länge, weshalb ich reichlich verspätet zum Fest in der Kopp eintraf: als Letzte - das ist bei der “Pünktlichkeit” der Gabonesen eine Leistung. Wie auch immer, das Essen war auch noch nicht bereit. ZU spät war ich also immer noch nicht. Jedoch war die ganze “herausgepützelte” gelb gekleidete Gesellschaft schon reichlich angetrunken. Das Essen kam, wurde auf einem Buffet angerichtet, es wurde getanzt, gesungen, gegessen, gegrölt - getrunken. Allen voran Justin der Arzt. Das ganze fand im Morgenrapport-Raum statt; vor der Türe und in den angrenzenden Zimmer die an diesem Abend reichlich lärmgeplagten Patienten mit ihren Angehörigen. Jenen wurden dann wenigstens die Resten des Buffets zuteil, welche man Ihnen in Alufolie verpackt verteilte. Gegen 12 nachts war der Spuk vorbei. Insgesamt: schräg. Aber lustig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-5085507443003810641?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/5085507443003810641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=5085507443003810641' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5085507443003810641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/5085507443003810641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/fte-in-der-kopp.html' title='Fête in der Kopp'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-7244956958613637652</id><published>2006-11-08T16:28:00.000+01:00</published><updated>2007-01-19T16:31:27.224+01:00</updated><title type='text'>La coiffure</title><content type='html'>Vor meiner Abreise wurde mir oft gesagt, dass für mich zu Beginn meines Aufenthalts alle Schwarzen etwa gleich aussehen würden - ich würde sie mit der Zeit dann aber schon zu unterscheiden lernen. Ich weiss nicht, woher diese Haltung kommt - ich finde, die Menschen hier sind hier sowohl in Verhalten wie Aussehen mindestens so unterschiedlich wie die Leute in der Schweiz. Was es aber wirklich manchmal schwierig macht, sind die Frisuren der Frauen, die sich z.T. alle 4 Tage ändern. Von langen Zöpfchen zu kunstvoll aufgetürmten Gebilden, mit violetten Strähnen, verzierenden Klammern, dann wieder ein Kopftuch. Das stundenlange Flechten scheint sowohl sozialer Akt wie Mittel zum Ausfüllen der vielen Zeit zu sein. Da kommt einem die eigene “europäische” Haarpracht schnell ziemlich fad vor.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-7244956958613637652?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/7244956958613637652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=7244956958613637652' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/7244956958613637652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/7244956958613637652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/11/la-coiffure.html' title='La coiffure'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-4832522890390503867</id><published>2006-11-03T16:27:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T17:01:18.641+01:00</updated><title type='text'>Leben &amp; Arbeit - erste Eindrücke</title><content type='html'>Obwohl ich erst kurze Zeit hier bin, glaube ich mich schon sehr schnell an das Leben hier adaptiert zu haben. So, dass es mir bereits schwer fällt zu erklären, was hier alles anders ist.&lt;br /&gt;Heute schien mir auch etwas weniger warm als die letzten Tage - was jedoch dennoch heisst, dass man bereits nach einigen Schritten am ganzen Körper schweissüberströmt ist. Man klebt eh ständig - einige Minuten nach einer kalten Dusche könnte man bereits eine neue vertragen. Man macht dadurch alles automatisch langsamer: ein Handgriff - eine Pause - einige Schritte - erneute Pause. Auf der Poliklinik, auf welcher wir ab ca. 10 Uhr morgens nach der Visite im Spitaltrakt arbeiten, gibts eine Klimaanlage. Dadurch erscheint der ganze Arbeitstag unter dem Strich wohl etwas kühler als die Frei-Tage. Aber es ist schon eine Marter, in der Mittagshitze nur von unserer Behausung erneut zur nachmittäglichen Arbeit zu gehen.&lt;br /&gt;Heute morgen habe ich ein Küken, welches sich in einen der betonierten halboffenen Abflusskanäle verirrt hat, zu seiner Mutter zurückzutreiben versucht. Weil es nur hilflos piepsend ständig in die falsche Richtung rannte, habe ich es schliesslich eingefangen und neben die Glucke zurückgestellt. Die ganzen Haustiere: Hühner, Hähne, Katzen - und natürlich all die unzähligen Kinder rennen eh frei auf dem Gelände rum.&lt;br /&gt;Gegessen wird jeweils zusammen im Réfectoire - wir 3 Studentinnen, einige der europäischen Ärztinnen und einige wenige andere Spitalangestellte. Auch den meisten Teil der Wäsche kann man in die Wäscherei geben. Und man hat Zeit. In den letzten Tagen hat es Abends und nachts auch immer heftig geregnet. Richtig tropisch halt. Auch jetzt gerade hat uns der Regen überrascht und wir müssen uns wohl oder übel nass regenen lassen, um wieder zurück in unsere Baracke zu kommen. Die Mücken lassen mich trotz imprägniertem Moskitonetz, Mückenspray und imprägnierten Kleidern auch nicht in Ruhe. Naja. Auch die meisten Patienten bei uns auf der Inneren haben entweder eine Malaria - oder dann eine Tuberkulose, sind HIV-pos. oder haben eine Sichelzellanämie - oder mehreres zusammen. Aber auch Hypertoniker und Diabetiker hat es sehr viele. Dies zumindest ist nicht so viel anders als bei uns. Aber es fehlt an vielem. Heute ist der erst vor Kurzem bestellte Vorrat an Glucophage (Medis gegen Diabetes) bereits alle. An Infusionen fehlt es total.&lt;br /&gt;Grundsätzlich braucht jeder Kranke hier mindestens einen Angehörigen, der für ihn kocht und sich um ihn kümmert. Auch Bettwäsche bringen die Patienten selbst mit. Da wird einem erst klar, was eine Familie, eine Frau, ein Mann bedeuten kann. Dass das lebenswichtig sein kann. - Ganz im Gegensatz zu dem, was ich in der Schweiz ständig zu spüren bekomme; dass man für alles selber schauen muss. Dass der Idealfall sei, wenn man nie jemanden braucht. Dass es dann gut sei, wenn man alles alleine schafft.&lt;br /&gt;Da dem Spital die Infusionen fehlen, werden die Angehörigen jeweils angewiesen, solche oder anderes in der Apotheke kaufen zu gehen und ins Spital zu bringen.&lt;br /&gt;Heute morgen auf der Visite habe ich Schlimmes gesehen - so dass ich mich scheinbar automatisch sofort ein Stück weit abgeschirmt habe - es beschäftigt mich zwar schon sehr, aber es geht mir doch gut.&lt;br /&gt;So, dies ein kurzer Einblick. Weiteres folgt… .&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-4832522890390503867?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/4832522890390503867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=4832522890390503867' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/4832522890390503867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/4832522890390503867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/11/leben-arbeit-erste-eindrcke.html' title='Leben &amp; Arbeit - erste Eindrücke'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-8149595521594212665</id><published>2006-11-01T16:26:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T17:02:44.086+01:00</updated><title type='text'>Reise und Ankunft</title><content type='html'>Wie erwartet, fehlte es schliesslich plötzlich massiv an Zeit vor der Abreise. Ich werde mein Gepäck sicher 5 mal in verschiedenste Koffer versucht haben einzupacken, bin 3 Stunden vor Abflug noch in Brockenstuben nach einem grösseren Koffer suchen gegangen und hab schliesslich mit “Gewalt” doch alles in die vorgesehenen Koffer gebracht - um es am Flughafen zum Teil doch wieder in Leas Koffer umzupacken: Übergewicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Zürich gings zunächst nach Paris und von dort per Nachtflug nach Libreville. Der Flug war bis auf den letzten Platz ausgebucht und gab einem die Gelegenheit, sich dank Sitznachbarn schon mal an ein feuchtwarmes stechend-schwitziges Klima zu gewöhnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Libreville trafen wir auf die abreisenden zwei amerikanischen Studentinnen, deren Platz wir in Lambarene nun einnehmen werden. Gegen 5 Uhr abends fuhren wir dann Richtung Lambarene ab und trafen - mit Pausen, damit der Fahrer die letzten Besorgungen fürs Spital machen konnte - gegen 12 nachts bei strömendem Regen auf dem Spitalgelände ein. Auf der Fahrt machte ich dann noch erste Bekanntschaft mit einer echten gabonesischen Toilette - ein im Hinterhof freistehender Schuppen mit Holzboden über einer grossen “Jauchegrube”, in dessen Mitte ein Loch eingelassen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lea (die andere Berner Studentin) und ich wurden in einem 10m2-Zimmer in einer Baracke einquartiert, da die “normalen” Studenten-Häuser im Moment renoviert werden. Es reichte noch, das verlöcherte Moskitonetz durch mein eigenes zu ersetzen und eine Dusche zu nehmen, bis wir, umgeben vom unermüdlichen Klopfen des tropischen nächtlichen Regens - erschöpft einschliefen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-8149595521594212665?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/8149595521594212665/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=8149595521594212665' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8149595521594212665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/8149595521594212665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/11/reise-und-ankunft.html' title='Reise und Ankunft'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-2493712774115423517</id><published>2006-10-28T16:25:00.000+01:00</published><updated>2007-01-19T16:26:05.307+01:00</updated><title type='text'>2 Tage vor der Abreise</title><content type='html'>Vor 2 Tagen sind mein Visum und Pass endlich gekommen, das wurde langsam etwas unangenehm. Gestern habe ich zudem kurzfristig noch ein zweites Billig-Stethoskop gekauft. Ohne Stethoskop in einem Spital wäre man etwas aufgeschmissen und da mein Normales bereits damals bei meinem Aufenthalt in Portugal zu rosten begann, kann ein Ersatz-Stethoskop beim noch viel feuchteren Tropenklima kaum schaden. Eigentlich wären die ja rostfrei… und dass nur gerade meines zu rosten begann, wird wohl daran liegen, dass ich fast die Einzige bin, die es regelmässig desinfiziert….&lt;br /&gt;Nun ja. Was mir leider immer noch fehlt, ist die zugesagte gesponserte Malaria-Propylaxe von Glaxo. Die hätte mir eigentlich an den Arbeitsplatz auf der Dermatologie geschickt werden sollen. Gestern war mein letzter Arbeitstag, aber noch keine Prophylaxe da…&lt;br /&gt;Vor zwei Tagen gelang es mir ausserdem in einer Schnellübung noch, meine Berner Wohnung für die nächsten 3 Monate unterzuvermieten. Daher verbrachte ich die letzten Abende nach der Arbeit vor allem damit, die Wohnung für die Untermieter zu räumen.&lt;br /&gt;Fürs Wochenende bleiben mir jetzt noch all die kleinen Dinge: Fehlendes einkaufen, packen, aufräumen, verabschieden. Trotz vorausschauendem Packen nun über fast einen Monat verteilt, fehlt am Schluss doch wieder die Zeit. Und ich möchte mich hier gleich bei allen Angehörigen, Freunden und Bekannten entschuldigen, die im Abreisestress möglicherweise zu kurz kommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-2493712774115423517?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/2493712774115423517/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=2493712774115423517' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2493712774115423517'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/2493712774115423517'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2006/10/2-tage-vor-der-abreise.html' title='2 Tage vor der Abreise'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5138285461803381911.post-4629345407420701250</id><published>2006-10-15T16:16:00.000+01:00</published><updated>2007-01-19T16:36:34.082+01:00</updated><title type='text'>Vorbereitungen, 2 Wochen vor Abreise</title><content type='html'>Die Vorbereitungen laufen parallel zum Dermatologie-Praktikum. Dass ich regelmässig erst um ca. halb 7 abends aufhöre zu arbeiten, um 8 bis neun erst zu Hause bin und somit alle Läden und Büros bereits geschlossen haben, erleichtert die Sache nicht gerade. Und je näher die Abreise kommt, desto mehr Dinge fallen einem plötzlich ein, die noch erledigt oder besorgt werden müssen.&lt;br /&gt;Immerhin weiss ich nun endlich, wann der Flug gehen wird und wieviele kg Gepäck ich mitnehmen darf - das erleichtert die Planung schon um einiges.&lt;br /&gt;Aber eine kurlige Gepäckmischung wirds diesmal schon sein: Moskitonetz, Arztschürze, Stethoskop und Co. werden sich den Kofferplatz mit ca. 400 Kondomen (zum Abgeben im Spital) und ca. 9 Natels (mitgenommen von einem ehemaligen Lambarene-Studenten für eine Freundin auf dem Spitalgelände) teilen müssen. An den Zoll denk ich jetzt mal nicht…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5138285461803381911-4629345407420701250?l=rebekkaingabun.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/feeds/4629345407420701250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5138285461803381911&amp;postID=4629345407420701250' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/4629345407420701250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5138285461803381911/posts/default/4629345407420701250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rebekkaingabun.blogspot.com/2007/01/vorbereitungen-2-wochen-vor-abreise.html' title='Vorbereitungen, 2 Wochen vor Abreise'/><author><name>Rebekka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
